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26.02.2026
15:22 Uhr
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Planmäßig hätte Stuttgart 21 vor sieben Jahren eröffnet werden sollen. Nun gibt es laut Berichten eine weitere Verschiebung – ohne festes Datum für die Fertigstellung.

Die Fertigstellung des Bahnprojekts Stuttgart 21 verzögert sich wohl erneut um weitere Jahre. Der Tiefbahnhof und die weiteren Haltestellen und Strecken in der baden-württembergischen Landeshauptstadt würden voraussichtlich erst 2029, eventuell auch erst 2030 fertig, berichtete der SWR und verwies dabei auf anonyme Quellen. Zuletzt war Ende 2026 für die Eröffnung anvisiert worden – bereits seit Ende vergangenen Jahres ist jedoch klar, dass dieser Termin nicht zu halten ist. Der ursprüngliche Zeitplan sah eine Inbetriebnahme von Stuttgart 21 bereits für Ende 2019 vor, der Termin wurde jedoch immer wieder verschoben. Im Juli des vergangenen Jahres hatte die Bahn mitgeteilt, ab Dezember 2026 sollten der Fernverkehr und Teile des Regionalverkehrs über den neuen Bahnhof fahren. Ein Teil des Regionalverkehrs solle hingegen bis Sommer 2027 weiter zum alten oberirdischen Kopfbahnhof fahren. Bereits Mitte November hatte der Stuttgarter Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) mitgeteilt, die Bahn habe ihn darüber informiert, dass sich der Zeitplan weiter um unbestimmte Zeit verzögern werde. Als Grund gelten unter anderem Probleme am sogenannten Digitalen Knoten Stuttgart – einem Pilotprojekt, mit dem die Leit- und Sicherungstechnik der Bahn im Großraum Stuttgart digitalisiert wird. Deutsche Bahn will bis Mitte 2026 "Inbetriebnahmekonzept" vorstellen Dem aktuellen SWR-Bericht zufolge sind die Probleme vor allem auf Einsparungen im Digitalisierungsprogramm der Deutschen Bahn zugunsten von Sanierungsprojekten zurückzuführen. Dadurch sei sowohl bei der Bahn als auch bei dem japanischen Unternehmen Hitachi Personal abgebaut worden, das für die Ausführung des Digitalen Knotens zuständig ist. Auch fehlten wegen der stockenden Digitalisierung die Folgeaufträge. Dem Bericht zufolge haben die beteiligten Unternehmen deshalb schlicht keinen Anreiz mehr, am Pilotprojekt Stuttgart 21 eine neue digitale Zugtechnik zu entwickeln und einzubauen. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP sagte eine Bahn-Sprecherin, der Konzern äußere sich zu den "genannten Spekulationen" nicht. Derzeit werde an einem neuen "Inbetriebnahmekonzept" gearbeitet, das bis Mitte 2026 vorgestellt werden solle. Bahn-Chefin Evelyn Palla hatte wegen der erneuten Verzögerungen beim Bahnprojekt Stuttgart 21 interne Untersuchungen angekündigt . Dabei soll auch die Arbeit von Hitachi überprüft werden.