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04.02.2026
14:50 Uhr
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Ein Mitarbeiter der Bahn ist im Hamburger Bahnhof Dammtor attackiert und verletzt worden. Der 43-jährige Tatverdächtige soll "äußerst aggressiv" gewesen sein.

In einem Bahnhof in Hamburg ist ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn angegriffen und verletzt worden. Ein 43-Jähriger gilt als tatverdächtig, wie die Bundespolizeiinspektion der Hansestadt mitteilte. Demnach soll der Angreifer den Bahnmitarbeiter am Dienstagnachmittag im Bahnhof Dammtor mit Faustschlägen gegen Kopf und Oberkörper attackiert haben. Als der 49-Jährige bereits am Boden lag, soll der als "äußerst aggressiv" beschriebene Mann ihn mit Fußtritten weiter angegriffen haben. Ein Kollege des Bahnmitarbeiters sei daraufhin eingeschritten und von dem Angreifer in den Schwitzkasten genommen worden. Schließlich habe ein Landespolizeibeamter, der privat am Bahnsteig stand, den Angreifer aufhalten können. Der Bahnmitarbeiter erlitt Kopfverletzungen und wurde mit dem Verdacht auf eine Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus gebracht. Den Ermittlungen zufolge soll der Angreifer einen Dienstraum der Bahnmitarbeitenden unerlaubt betreten haben, um sich aufzuwärmen. Als er darauf hingewiesen worden sei, dass er diesen Raum nicht betreten dürfe, sei die Situation eskaliert. Strafverfahren eingeleitet Der Angreifer konnte den Bahnhof verlassen. Er habe nachweisen können, dass er einen dringenden OP-Termin in einem Krankenhaus habe, teilte die Polizei mit. Gegen den Mann wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ermittelt. Erst am Montag war es zu einem Angriff auf einen Zugbegleiter in einer Bahn in Rheinland-Pfalz gekommen. Der 36-Jährige wurde dabei so schwer verletzt, dass er am Mittwoch starb. Ein 26-Jähriger wurde festgenommen, er sitzt in Untersuchungshaft. Nach den Angriffen auf Bahnmitarbeitende forderte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) auch höhere Strafen für solche Angriffe. "Der strafrechtliche Schutz für Mitarbeiter bei Dienstleistungsunternehmen wie der Bahn muss deutlich verschärft werden", sagte Dobrindt. Die steigende Gewalt gegenüber Mitarbeitenden des öffentlichen Dienstes und Dienstleistern wie der Bahn erfordere "entschiedene Konsequenzen".