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13.02.2026
11:20 Uhr
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In Berlin beraten Vertreter von Bahn und Politik über mehr Sicherheit für Bahnbeschäftigte. Schaffner können zum eigenen Schutz künftig freiwillig Bodycams tragen.

Bahnchefin Evelyn Palla will noch in diesem Jahr alle Bahnbeschäftigten mit Kundenkontakt auch im Fernverkehr sowie an den Bahnhöfen auf freiwilliger Basis mit Bodycams ausstatten. Das ist eine der Sofortmaßnahmen zum Schutz der Bahnbeschäftigten, die Palla nach Angaben aus Teilnehmerkreisen auf einem von ihr einberufenen Sicherheitsgipfel in Berlin machte. An dem Sicherheitsgipfel nehmen Vertreter von Bund und Ländern sowie Gewerkschaften, Verbänden und den Aufgabenträgern für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) teil. Neben Palla sind auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) und Martin Burkert, Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG, dabei. Die EVG fordert unter anderem, dass künftig flächendeckend stets zwei Zugbegleiter in den Regionalzügen Tickets kontrollieren statt wie bisher oft nur einer. 3.000 Übergriffe im vergangenen Jahr Der Sicherheitsgipfel wurde nach dem tödlichen Angriff auf einen 36 Jahre alten Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz einberufen. Der Fall sorgte bundesweit für großes Entsetzen. Der Zugbegleiter wurde von einem Fahrgast angegriffen, der kein Ticket hatte und daher des Zuges verwiesen werden sollte. Dabei erlitt der 36-Jährige so schwere Kopfverletzungen, dass er im Krankenhaus starb. Den Angaben der Bahn zufolge kam es im vergangenen Jahr zu rund 3.000 körperlichen Übergriffen auf Beschäftigte des eigenen Konzerns. Das war zwar ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Doch das Sicherheitsgefühl innerhalb der Belegschaft habe sich deutlich verschlechtert, teilte die Bahngewerkschaft EVG mit. Sie verwies auf eine eigene Umfrage unter rund 4.000 Mitarbeitenden aus dem vergangenen Jahr. Mehr als 80 Prozent der Befragten gaben dabei an, schon einmal einen verbalen oder körperlichen Übergriff im Arbeitskontext erlebt zu haben. Fast zehn Prozent berichteten davon, sexuell belästigt worden zu sein. Knapp zwei Drittel der Befragten gaben an, ihr Sicherheitsempfinden habe sich in den vergangenen fünf Jahren teils deutlich verschlechtert.