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13.02.2026
12:40 Uhr
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Baden-Württembergs AfD-Spitzenkandidat Markus Frohnmaier wird Vetternwirtschaft vorgeworfen. Der Landesverband kritisiert: Verwandte anzustellen, habe "ein Geschmäckle".

Nach Vorwürfen der Vetternwirtschaft gegen den baden-württembergischen AfD -Spitzenkandidaten für die Landtagswahl, Markus Frohnmaier, haben sich Spitzenvertreter seines Landesverbands von der Beschäftigung von Familienmitgliedern distanziert. Das habe "ein Geschmäckle", sagt etwa Südwest-Fraktionschef Anton Baron der Nachrichtenagentur dpa. Zwar sei die Praxis der Überkreuz-Anstellungen völlig legal. Aber man könne dabei nicht ausschließen, dass es wirklich nur um Leistung gehe. AfD-Spitzenkandidat Frohnmaier steht derzeit wegen Vorwürfen der Vetternwirtschaft in der Kritik. Er hatte bestätigt, dass seine Frau für den AfD-Bundestagsabgeordneten Johann Martel arbeitet, wies die Vorwürfe aber zurück. Es ist nicht der einzige Fall: Seit einigen Wochen sieht sich die AfD mit dem Vorwurf konfrontiert, in den eigenen Reihen ein System der Vetternwirtschaft etabliert zu haben . Im Zentrum steht der Landesverband Sachsen-Anhalt . Zuletzt erreichten die Vorwürfe auch die Bundesebene: AfD-Chef Tino Chrupalla beschäftigt einer ZEIT-Recherche zufolge die Ehefrau eines Parteifreundes in seinem Büro. Er wisse von keinem solchen Fall in seiner Fraktion, sagte der Südwest-Fraktionschef Baron. Er kenne aber auch nicht alle Mitarbeiter der Abgeordneten. AfD-Landeschef Sänze: Keine weiteren Fälle bekannt Auch Co-Landeschef Emil Sänze, der seit Jahren eng mit Frohnmaier den Südwest-Landesverband führt, äußerte Kritik. "Ich begrüße das nicht", sagte er zu dieser Art von Beschäftigungsverhältnissen. "Für mich arbeitet keiner aus der Verwandtschaft oder dem Bekanntenkreis." Sänze sagte, er komme aus dem Bankenbereich, da gebe es strikte Regularien. Auch im Südwest-Landesverband seien ihm keine weiteren solchen Angestelltenverhältnisse bekannt. Zugleich nahm Sänze Frohnmaier auch in Schutz. Dessen Frau habe eine akademische Ausbildung, ihre Anstellung bei dem AfD-Kollegen sei "nicht verwerflich". Die Fälle würden auch benutzt, um die AfD in der Öffentlichkeit bloßzustellen. Zudem sei es eine große Herausforderung für die AfD, qualifizierte Leute zu finden. "Die, die zu uns wollen, die scheuen die Öffentlichkeit, weil sie angegriffen werden." Frohnmaier ist auch Vizefraktionschef der AfD im Bundestag und enger Vertrauter von Parteichefin Alice Weidel. Er will Ministerpräsident Baden-Württembergs werden, kandidiert aber nicht für den Landtag.