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29.01.2026
13:35 Uhr
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Bei der Kollision mit einem Robotaxi in Kalifornien ist ein Schulkind leicht verletzt worden. Die Verkehrssicherheitsbehörde leitete eine Untersuchung ein.

In Santa Monika im US-Bundesstaat Kalifornien hat ein fahrerloses Robotaxi der Google-Schwesterfirma Waymo ein Kind angefahren. Das Schulkind wurde dabei leicht verletzt. Die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA kündigte eine Untersuchung an. Sie will prüfen, ob das Fahrzeug mit angemessener Vorsicht in der Nähe zu einer Schule unterwegs war. Nach Darstellung des Unternehmens wurde das Kind von einem SUV verdeckt, bevor es in der Nähe einer Grundschule vor das selbstfahrende Auto gelaufen sei. Dabei habe der Wagen das Tempo von umgerechnet gut 27 km/h auf unter 10 km/h gesenkt. Berechnungen eines Computermodells hätten ergeben, dass auch ein aufmerksamer menschlicher Fahrer mit dem Kind kollidiert wäre. Die Geschwindigkeit beim Aufprall hätte dabei noch umgerechnet rund 22,5 km/h betragen. In den USA läuft bereits eine andere Untersuchung im Zusammenhang mit der Robotaxifirma. Im Dezember hatte Waymo mehr als 3.000 Fahrzeuge zurückgerufen. Die Firma wollte die Software aktualisieren, weil Robotaxis immer wieder an haltenden Schulbussen vorbeifuhren, die Schüler ein- oder aussteigen ließen. Die NHTSA leitete eine Untersuchung zu Waymo-Fahrzeugen in der Nähe von Schulbussen ein. Waymo teilte am Freitag mit, bei den Vorfällen sei es zu keinen Kollisionen gekommen. Bisher wenige schwere Unfälle mit selbstfahrenden Autos Bisher wurden zwei schwere Unfälle mit selbstfahrenden Autos bekannt. In einem Fall wurde eine Frau von einem Menschen angefahren und vor ein Robotaxi der Firma Cruise, einem Tochterunternehmen von General Motors (GM), geschleudert. Die Frau blieb unter dem selbstfahrenden Wagen stecken, anschließend schleppte dieser sie rund sechs Meter mit. GM schloss die Tochterfirma nach Vertuschungsversuchen und einem Austausch des Managements bei Cruise. Der zweite Unfall, der sich im Bundesstaat Arizona ereignete, endete tödlich. Dabei überfuhr ein Wagen des Fahrdienstvermittlers Uber bei einer Testfahrt am Abend eine Frau, die eine mehrspurige Straße überquerte. Untersuchungen zeigten später, dass die Software nicht schnell genug reagiert hatte, weil die Frau ein Fahrrad mit Einkaufstaschen am Lenkrad neben sich schob. Die Objekte konnte die Software nicht einordnen. Uber hat die Entwicklung eigener Technik für selbstfahrende Autos inzwischen aufgegeben.