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02.02.2026
12:34 Uhr
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Mit Aussagen zur CO₂-Bepreisung hatte Gerhard Hillebrand für Irritationen unter Autofahrern gesorgt. Nun zieht er persönliche Konsequenzen – "im Interesse des ADAC".

Gerhard Hillebrand ist als Verkehrspräsident des Automobilklubs ADAC zurückgetreten. Wie der ADAC mitteilte, zieht Hillebrand damit die Konsequenz aus Interviewäußerungen, die "zu erheblichen Irritationen bei Mitgliedern sowie zahlreichen Beschwerden und Kündigungen geführt hatten". Er bedauere, dass seine Äußerungen Mitglieder verunsichert und verärgert sowie Glaubwürdigkeit gekostet hätten, sagte Hillebrand. Sein Rücktritt sei eine Reaktion auf "den entstandenen Reputationsschaden" und "im Interesse des ADAC und seiner Glaubwürdigkeit". Zehntausende Kündigungen nach Zeitungsinterview Kurz vor Weihnachten hatte Hillebrand in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung unter anderem gesagt: "Der ADAC hält die CO₂-Bepreisung für ein richtiges Instrument, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Die Leute brauchen den Anreiz, um auf klimaschonende Alternativen zum Diesel und Benziner umzusteigen." Wie der Automobilklub auf Nachfrage bestätigte, kündigten in Zusammenhang mit Hillebrands Äußerungen rund 60.000 Menschen ihre ADAC-Mitgliedschaft. Man bedauere, "dass so viele Mitglieder den ADAC aus Verärgerung verlassen haben", sagte eine Unternehmenssprecherin der ZEIT. ADAC-Präsident Christian Reinicke dankte Hillebrand nach dessen Rücktritt für seinen Einsatz für den Automobilklub und seine Mitglieder. Laut ADAC soll Technikpräsident Karsten Schulze den Verantwortungsbereich des Verkehrspräsidenten kommissarisch übernehmen.