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14.01.2026
12:08 Uhr
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Der Wettbewerb mit China und US-Zölle machen Audi zu schaffen: 2025 wurden weniger Autos ausgeliefert als im Vorjahr. Seit September geht es aber wieder aufwärts.

Der Autohersteller Audi hat im Jahr 2025 weniger Fahrzeuge ausgeliefert als im Jahr zuvor. Weltweit seien rund 1,6 Millionen Fahrzeuge an Kundinnen und Kunden übergeben worden, teilte das Unternehmen mit. Dies entspricht demnach einem Rückgang von rund drei Prozent. Im letzten Quartal des Jahres habe es jedoch einen "klaren Aufwärtstrend" gegeben. "Nicht nur eine intensive Wettbewerbssituation in China, sondern auch die amerikanische Zollpolitik stellten die gesamte Automobilbranche vor große Herausforderungen und wirkten sich auf das internationale Konsumverhalten aus", teilte Audi mit. Auch solide Ergebnisse in anderen Teilen der Welt konnten dies demnach nicht ganz ausgleichen. Allein für die USA und Kanada meldete das Unternehmen einen Rückgang um 12,2 Prozent. Audi hat keine eigene Produktionsstätte in den USA und ist in seinem US-Geschäft vollständig auf Importe angewiesen. In China verkaufte Audi fünf Prozent weniger Fahrzeuge. In der Volksrepublik stehen westliche Autobauer unter zunehmendem Druck, vor allem bei Elektroautos. Rekordwert bei E-Modellen Seit September zeichnet sich dem Konzern zufolge jedoch eine Entspannung ab. Die weltweiten Auslieferungen hätten seitdem die Vorjahreswerte übertroffen, teilte Audi mit. Auch die Auftragseingänge entwickelten sich demnach positiv: "Im Jahr 2025 lagen diese in Westeuropa mehr als 13 Prozent über dem Vorjahr, bei den elektrischen Modellen sogar um rund 58 Prozent." Einen neuen Höchstwert erreichten laut Audi im vergangenen Jahr die vollelektrischen Modelle. Hier seien die Auslieferungen um rund 36 Prozent auf über 223.000 Fahrzeuge gestiegen. Auch für die anderen deutschen Autobauer ging es 2025 abwärts. Volkswagen verkaufte konzernweit 0,5 Prozent weniger Fahrzeuge, Mercedes-Benz meldete im Hauptgeschäft mit Autos einen Rückgang um neun Prozent auf 1,8 Millionen Fahrzeuge, BMW verkaufte von der Kernmarke 1,4 Prozent weniger Autos.