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04.03.2026
11:53 Uhr
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Trotz weiter schlechten Geschäftsklimas bewerten die deutschen Autobauer die aktuelle Lage besser als im Vormonat. Der Irankrieg belastet aber die Zukunftsaussichten.

Die Stimmung in der deutschen Autoindustrie hat sich wegen der wachsenden Nachfrage nach E-Autos in Europa erneut verbessert. Im Februar stieg das erhobene Geschäftsklima für die Branche um 3,5 Punkte, teilte das Münchner Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung mit. Zwar liegt das Geschäftsklima damit auch nach dem dritten Anstieg in Folge mit minus 15,6 Punkten im negativen Bereich, die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage aber deutlich besser als im Vormonat. "Die Nachfrage aus dem EU-Raum – vor allem nach Elektrofahrzeugen – wirkt für die deutsche Autoindustrie weiterhin als stützende Kraft", sagte Ifo-Branchenexpertin Anita Wölfl. Die Erwartungen für die kommenden Monate fielen dagegen aufgrund des Ausbruchs des Irankrieges etwas schlechter aus. Der am Samstag durch Israel und die USA begonnene bewaffnete Konflikt könnte die Zahlen beeinflussen. " Negative Auswirkungen zeichnen sich insbesondere durch steigende Ölpreise sowie zu befürchtende neue Lieferkettenprobleme ab", sagte der Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Volker Treier. Elektroautos als wirtschaftlicher Antriebsmotor Laut dem Ifo-Institut stieg die Zahl der Aufträge in der Autobranche zuletzt stärker an. Zudem stiegen die Exporterwartungen auf 10,8 Punkte, von 8,5 Punkten im Januar. Die wachsende Beliebtheit von E-Autos dürfte dabei der treibende Faktor sein. "Die Zahl der in Deutschland zugelassenen Pkw mit reinem Elektroantrieb hat zum 1. Januar 2026 erstmals die Marke von zwei Millionen Fahrzeugen überschritten", sagte Wölfl. Diese Nachfrage nach Elektroautos sei auch im Export spürbar. Nach den Zahlen der Außenhandelsstatistik hat die Autoindustrie in Deutschland im Laufe des Jahres 2025 mehr als 40 Milliarden Euro durch die weltweite Ausfuhr von E-Autos erwirtschaftet, schreibt das Ifo-Institut. Das seien 6,5 Prozent mehr gewesen als 2024. Mehr als die Hälfte der Exporte an Elektro-Pkw fiel dabei auf andere EU-Länder, allen voran die Niederlande, Belgien, Frankreich und Dänemark.