Zeit 08.12.2025
07:34 Uhr

Autobranche: Deutsche Autoindustrie legt verhaltene Prognose für 2026 vor


Während Neuzulassungen insgesamt nur leicht zunehmen dürften, glaubt die Automobilindustrie für 2026 an ein deutliches Plus bei E-Autos. Unter einer Bedingung

Autobranche: Deutsche Autoindustrie legt verhaltene Prognose für 2026 vor
Die deutsche Autoindustrie rechnet für das Jahr 2026 nur mit einer leichten Erholung. Der Lobbyverband VDA geht in einer Prognose davon aus, dass die Neuzulassungen um zwei Prozent auf 2,90 Millionen Fahrzeuge zulegen. Darüber berichtet die Rheinische Post . Das wäre jedoch weiterhin rund ein Fünftel weniger als 2019, das als Vergleichsjahr vor der Krise in der Branche gilt . Bei reinen Elektroautos ist der Verband der Automobilindustrie optimistischer und geht von rund 693.000 neuen E-Autos für das kommende Jahr aus. Das wären demnach rund 30 Prozent mehr als voraussichtlich im Gesamtjahr 2025 zugelassen werden. Zusammen mit alternativen Antrieben wie Plug-in-Hybriden (Prognose: 286.000 Neuzulassungen) kommt der VDA auf knapp eine Million Neuzulassungen von Fahrzeugen mit elektrisch unterstützten Antrieben. Voraussetzung ist dafür aus Sicht der Industrie, dass die von der Bundesregierung angekündigte Förderung für private E-Autos kommt. Die EU-Kommission spielt außerdem nach Druck aus Deutschland mit dem Gedanken, das geplante Aus für neue Verbrennerautos ab 2035 zu stoppen . US-Markt mit Minus, E-Autos füllen Auftragsbücher Als Hauptgrund für die vorsichtige Prognose nennt der VDA die anhaltende Wirtschaftsschwäche . Auch auf den internationalen Märkten rechnet der Verband nur mit wenig Wachstum: Für Europa wird ein Plus von zwei Prozent erwartet, in China dürften die Geschäfte aus Sicht des VDA um ein Prozent zulegen. In den USA rechnet der VDA sogar mit einem Rückgang von rund vier Prozent. Die Autoherstellung in Deutschland geht aus Sicht des Branchenverbandes im kommenden Jahr leicht zurück (minus ein Prozent). Auch hier sind Elektroautos ein Stabilisierungsfaktor , ihre Produktion soll um fünf Prozent auf 1,76 Millionen zulegen.