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14.12.2025
12:37 Uhr
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Am Strand von Sydney gab es einen Schusswaffenangriff auf eine jüdische Chanukkaveranstaltung. Mindestens zwölf Menschen starben, zahlreiche werden behandelt.

Nach einem Schusswaffenangriff am Strand der australischen Metropole Sydney gibt es Polizeiangaben zufolge zwölf Tote. Die Polizei nahm eigenen Angaben zufolge zwei Menschen fest. Meldungen über einen weiteren Vorfall in Dover Heights wies die Polizei zurück. "Dieser Angriff zielte darauf ab, die jüdische Gemeinde Sydneys am ersten Tag von Chanukka anzugreifen", sagte der Regierungschef des australischen Bundesstaats New South Wales, Chris Minns. Die örtliche Polizei sprach nach dem Schusswaffenangriff von zwölf Toten, darunter einer der Angreifer. Der zweite mutmaßliche Schütze befindet sich nach Polizeiangaben in kritischem Zustand. Zudem werden demnach weitere zahlreiche Menschen als verletzt gemeldet, darunter zwei Polizeibeamte. Eine Reihe verdächtiger Gegenstände werde derzeit von Spezialisten untersucht, es sei eine Sperrzone eingerichtet worden. Der Rettungsdienst sei um 18.45 Uhr Ortszeit zum Einsatzort gerufen worden, nachdem mehrere Personen als angeschossen gemeldet worden seien, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte. Ziel des Angriffs war nach Polizeiangaben eine jüdische Chanukkaveranstaltung zahlreicher Familien am Bondi Beach. An diesem Sonntag beginnt das achttägige Lichterfest. "Schüsse bei einer Chanukkaveranstaltung", bestätigte die jüdische Organisation Australian Jewish Association den Vorfall auf X . "Wir haben so oft davor gewarnt, dass es so kommen würde." Die Organisation teilte Videos von zwei Angreifern mit Schusswaffen und zahlreichen Verwundeten, die allerdings noch nicht verifiziert sind. Schockierte Reaktionen Premierminister Anthony Albanese schrieb, Polizei und Rettungskräfte seien im Einsatz, um Leben zu retten. "Meine Gedanken sind bei allen Betroffenen." Er rief dazu auf, den Aufforderungen der Polizei Folge zu leisten. Er soll später am Tag sprechen. Der israelische Präsident Izchak Herzog sagte, Juden, die sich zum Anzünden der ersten Chanukkakerze am Strand versammelt hätten, seien von "niederträchtigen Terroristen" angegriffen worden. Ein weiteres Chanukkafest in Melbourne wurde laut Guardian abgesagt. Einer der Leiter des Exekutivrats des australischen Judentums, Alex Ryvchin, sagte dem Sender Sky News: "Wenn wir auf diese Weise gezielt angegriffen wurden, dann hat das ein Ausmaß, das sich keiner von uns je hätte vorstellen können." Sein Medienberater sei bei dem Angriff verletzt worden. Die Situation ist noch unübersichtlich. Auch der Nationalrat der Imame Australiens verurteilte den Angriff, berichtete der Guardian . Der Angriff ereignete sich fast auf den Tag genau elf Jahre nach der Geiselnahme in einem Lindt-Café in Sydney. Damals hatte ein einzelner Bewaffneter 18 Menschen als Geiseln genommen. Zwei der Geiseln starben, der Täter wurde getötet.