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14.12.2025
11:32 Uhr
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Am Strand von Sydney gab es einen Schusswaffenangriff auf eine jüdische Chanukkaveranstaltung. Mindestens zehn Menschen starben. Die Polizei warnt vor weiterer Gefahr.

Nach einem mutmaßlichen Schusswaffenangriff am Strand der australischen Metropole Sydney gibt es Polizeiangaben zufolge zehn Tote. Auf X warnte die Polizei von New South Wales die Bevölkerung davor, sich in der Nähe aufzuhalten, und sprach von einem "sich entwickelnden Vorfall am Bondi Beach". Sie nahm eigenen Angaben zufolge zwei Menschen fest. Meldungen über einen weiteren Vorfall in Dover Heights wies die Polizei zurück. Die örtliche Polizei sprach nach dem mutmaßlichen Schusswaffenangriff von zehn Toten, darunter einer der Angreifer. Der zweite mutmaßliche Schütze befindet sich nach Polizeiangaben in kritischem Zustand. Zudem werden demnach weitere elf Menschen als verletzt gemeldet, darunter zwei Polizeibeamte. Eine Reihe verdächtiger Gegenstände werde derzeit von Spezialisten untersucht, es sei eine Sperrzone eingerichtet worden. Nach Angaben von Rettungskräften wurden mindestens 18 Menschen in Krankenhäuser gebracht. Der Rettungsdienst sei um 18.45 Uhr Ortszeit zum Einsatzort gerufen worden, nachdem mehrere Personen als angeschossen gemeldet worden seien, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte nach Angaben des Guardian . Australischen Medien zufolge war eine jüdische Chanukkaveranstaltung das Ziel des Angriffs. An diesem Sonntag beginnt das achttägige Lichterfest. "Schüsse bei einer Chanukkaveranstaltung", bestätigte die jüdische Organisation Australian Jewish Association den Vorfall auf X . "Wir haben so oft davor gewarnt, dass es so kommen würde." Die Organisation teilte Videos von zwei Angreifern mit Schusswaffen und zahlreichen Verwundeten, die allerdings noch nicht verifiziert sind. Schockierte Reaktionen Premierminister Anthony Albanese schrieb, Polizei und Rettungskräfte seien im Einsatz, um Leben zu retten. "Meine Gedanken sind bei allen Betroffenen." Er rief dazu auf, den Aufforderungen der Polizei Folge zu leisten. Er soll später am Tag sprechen. Der israelische Präsident Izchak Herzog sagte, Juden, die sich zum Anzünden der ersten Chanukkakerze am Strand versammelt hätten, seien von "niederträchtigen Terroristen" angegriffen worden. Ein weiteres Chanukkafest in Melbourne wurde laut Guardian abgesagt. Einer der Leiter des Exekutivrats des australischen Judentums, Alex Ryvchin, sagte dem Sender Sky News: "Wenn wir auf diese Weise gezielt angegriffen wurden, dann hat das ein Ausmaß, das sich keiner von uns je hätte vorstellen können." Sein Medienberater sei bei dem Angriff verletzt worden. Die Situation ist noch unübersichtlich. Auch der Nationalrat der Imame Australiens verurteilte den Angriff, berichtete der Guardian . Der Angriff ereignete sich fast auf den Tag genau elf Jahre nach der Geiselnahme in einem Lindt-Café in Sydney. Damals hatte ein einzelner Bewaffneter 18 Menschen als Geiseln genommen. Zwei der Geiseln starben, der Täter wurde getötet. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.