Zeit 16.02.2026
05:04 Uhr

Australien: Mutmaßlicher Attentäter von Bondi Beach erscheint erstmals vor Gericht


Naveed Akram wurde per Video aus einem Hochsicherheitsgefängnis zugeschaltet. Er sagte während der fünfminütigen Anhörung in Sydney laut Medienberichten aber fast nichts.

Australien: Mutmaßlicher Attentäter von Bondi Beach erscheint erstmals vor Gericht
Der mutmaßliche Schütze des antisemitischen Anschlags am australischen ​Bondi Beach ist erstmals vor Gericht erschienen. Der 24-jährige Naveed Akram wurde per Video aus einem Hochsicherheitsgefängnis zugeschaltet. Ihm werden 59 Straftaten zur Last gelegt, darunter 15-facher ​Mord, 40-facher versuchter Mord sowie ein ⁠Terrorvergehen. Akram erschien bei der öffentlichen Anhörung in Sydney für fünf Minuten und sprach kaum während der Anhörung, wie australische Medien berichteten. Zu den Vorwürfen äußerte er sich nicht. Es sei bei dem Gerichtstermin überwiegend um technische Fragen gegangen. Über Einzelheiten noch nicht gesprochen Sein Anwalt Ben Archbold sagte, es sei noch zu ‌früh, um zu sagen, ‌wie sich sein Mandant zu den Vorwürfen ​äußern werde. Er habe mit Akram noch nicht über Einzelheiten des mutmaßlichen Angriffs gesprochen. Vor Journalisten sagte ​ Archbold, er habe Akram im Gefängnis besucht. Seinem Mandanten gehe es angesichts der "sehr harten Bedingungen" im Gefängnis "den Umständen entsprechend gut". Das Verfahren ‌soll im April fortgesetzt werden. Nach Angaben der Polizei hatten ​ Akram und sein 50 Jahre alter Vater Sajid Akram am 14. Dezember 2025 mehr als 1.000 Besucher einer jüdischen Chanukkafeier in einem Park am weltberühmten Bondi Beach mit Schusswaffen angegriffen. 15 Menschen wurden getötet, mehr als 40 weitere wurden verletzt. Australische Behörden haben den Angriff als gezielten antisemitischen Anschlag bezeichnet. Die Polizei erschoss den Vater noch am Tatort. Keine Hinweise zu Dschihad-Training auf den Philippinen Die mutmaßlichen Angreifer sollen laut Polizei allein gehandelt haben . Ermittler fanden nach dem Angriff selbst gemachte Fahnen der Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) im Auto der beiden Männer. Doch konkrete Verbindungen zu der Terrororganisation fand die Polizei nicht. Ebenso fanden die Ermittler keine stichhaltigen Beweise für Gerüchte, wonach sich Vater und Sohn bei einer Reise auf die Philippinen kurz vor dem Anschlag in einem islamistischen Trainingslager weiter radikalisiert haben sollen. Australien hat nach dem Terroranschlag die Gesetze zum Waffenbesitz und gegen Hassrede noch einmal deutlich verschärft .