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20.01.2026
02:15 Uhr
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Wegen eines geomagnetischen Sonnensturms waren über Deutschland vielerorts bunte Polarlichter sichtbar. Satelliten und GPS-System können beeinträchtigt werden.

Über vielen Teilen Deutschlands haben Polarlichter in der Nacht den Himmel erleuchtet. Verantwortlich dafür sei ein sogenannter geomagnetischer Sonnensturm, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. "Wir hatten eine stärkere Eruption der Sonne und die ist jetzt bei uns angekommen", sagte Markus Bayer, Meteorologe beim DWD. Wegen der Stärke des Sonnensturms seien die Lichter bis zu den Alpen zu sehen gewesen. Polarlichter entstehen, wenn nach Eruptionen auf der Sonne Wolken aus elektrisch geladenen Teilchen Richtung Erde rasen. Das schützende Magnetfeld der Erde lenkt sie zu den Polen. In der oberen Atmosphäre treffen die geladenen Teilchen auf Luftmoleküle und regen sie an, Licht auszusenden – zu sehen als bunte, tanzende Lichter am Himmel. Der geomagnetische Sturm erreichte am Montagabend die zweithöchste Stufe G4, wie die US-Atmosphärenbehörde NOAA berichtete. Möglich seien bei dieser Stärke unter anderem Auswirkungen auf Satelliten. So könne auch das GPS-System ausfallen. Sonnenstürme können zudem die Übertragung von Hochfrequenz-Funksignalen blockieren, die von Amateurfunkern und Fluggesellschaften genutzt werden. Selbst Störungen der Stromversorgung sind möglich. Die Eruptionswolke der Sonne habe die Strecke zwischen Sonne und Erde in nur etwa 25 Stunden bewältigt, berichtete die Astronomieplattform Spaceweather . Das sei extrem schnell. Normalerweise benötige eine solche Wolke für diese Strecke drei bis vier Tage.