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15.01.2026
19:54 Uhr
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Einvernehmlicher Sex statt toxischer Männlichkeit: Wie können das Eltern ihren Teeniesöhnen beibringen? Erzählen Sie uns von Ihren Erfahrungen.

Heutzutage können Jugendliche, sogar Kinder, mit wenigen Klicks im Internet auf Pornos zugreifen, die ihr Bild von Sexualität prägen und verzerren können. Der Präsident der Vereinigten Staaten sagt öffentlich Sätze wie "Grab them by the pussy", und Männer wie Andrew Tate sind mit frauenfeindlichen Ideologien und sexistischen Witzen in den sozialen Medien maximal erfolgreich. Trotz all dieser Einflüsse wünschen sich vermutlich viele Eltern, dass der eigene Sohn Mädchen und Frauen respektiert und gut behandelt. Und wenn er Sex hat, sollte dieser einvernehmlich und sicher sein. Sie versuchen, ihren Jungen zu einem nicht toxischen Mann zu erziehen. Mit ihm über Geschlechterbilder zu sprechen und ihm beizubringen: Nein heißt Nein. Kurzum: ihn aufzuklären. Aufklärung ist für alle Geschlechter wichtig, aber bei Söhnen kann sie besonders herausfordernd sein. Dabei geht es ja nicht nur darum, dass der eigene Nachwuchs charakterlich nicht zum großen Arschloch verkommt. Man möchte ihn vielleicht auch vor möglichen Folgen seiner eigenen Taten schützen. Denn in Deutschland muss jede sexuelle Handlung freiwillig erfolgen, ohne Zustimmung ist sie juristisch strafbar. Wer keine Einvernehmlichkeit hat, kann sich also strafbar machen. Wir wollen von Leserinnen und Lesern mit Söhnen im Teenageralter wissen, wie sie damit umgehen: Wie ist das Frauen- und Männerbild Ihres Sohnes, und wodurch wurde es beeinflusst? Wann und wie sprechen Sie mit Ihrem Sohn über Sexualität, welche Ratschläge geben Sie ihm? Was bringen Sie ihm über sicheren Sex und Einvernehmlichkeit bei? Kam es dabei zu Konflikten, oder haben die Gespräche Sie als Familie vielleicht sogar näher zusammengebracht? Wer oder was hat Ihnen beim Diskurs mit Ihrem Sohn geholfen – Literatur, Filme oder andere Menschen? Wie nehmen Sie die Aufklärungsarbeit an der Schule Ihres Kindes wahr? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen über das Formular, in die Kommentare oder per Mail an community-redaktion@zeit.de . Ausgewählte Beiträge wollen wir auf zeit.de veröffentlichen, auf Wunsch auch anonymisiert. Unsere Leserschaft bereichert unseren Journalismus. Hier finden Sie alle Stimmen-Texte .