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25.11.2025
16:38 Uhr
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Weil er wiederholt gegen die Vorschriften verstieß, musste der Angeklagte vom Anschlag in Magdeburg den Gerichtssaal verlassen. Sein Mikrofon war zuvor abgestellt worden.

Im Prozess um den Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt ist der Angeklagte von Spezialkräften der Justiz überwältigt und aus dem Verhandlungssaal gebracht worden. Zuvor hatte der Vorsitzende Richter Dirk Sternberg ihm das Mikrofon abgestellt. Grund dafür war, dass der Mann die Regeln der Verhandlung wiederholt nicht einhielt und seine Sicht der Dinge ausschweifend darstellte. Sternberg hatte den 51-Jährigen mehrfach vorgewarnt. Nach einer Pause sprach Sternberg von einem Ausraster des Angeklagten. An den wieder in den Saal geführten Taleb A. richtete er sich mit den Worten: "Ich verstehe, dass das Sie mitnimmt und dass es Ihr Thema ist. Bloß alles zu seiner Zeit." Im Prozessrecht gebe es bestimmte Möglichkeiten, zu fragen und zu erklären. Zu der Eskalation war es gekommen, während ein Gründungsmitglied einer Kölner Flüchtlingshilfeorganisation auf dem Zeugenstuhl saß. Gegen den Verein erhebt der angeklagte Mann aus Saudi-Arabien Vorwürfe. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.