Zeit 26.02.2026
18:58 Uhr

Atomverhandlungen in Genf: USA und Iran setzen Atomverhandlungen nach Pause fort


Die Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Genf laufen wieder. Nach einer Unterbrechung kamen die Delegationen erneut in der Residenz des Oman zusammen.

Atomverhandlungen in Genf: USA und Iran setzen Atomverhandlungen nach Pause fort
Vertreter der USA und des Iran haben ihre Atomverhandlungen wieder aufgenommen. Nach Beratungen der jeweiligen Delegationen in Genf kamen Vertreter beider Staaten wieder zu Gesprächen in der Residenz des Oman zusammen, wie iranische Medien übereinstimmend berichteten. Der Oman tritt bei den Verhandlungen als Vermittler auf. Die Delegationen hatten die Verhandlungen am Mittag nach mehreren Stunden für Beratungen unterbrochen . Es handelt sich um die dritte Runde der Verhandlungen, bei denen es unter anderem um das umstrittene iranische Atomprogramm geht. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet derlei Absichten und zeigt sich bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert sie die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. "Kreative und positive Ideen" In der Verhandlungspause hatte Omans Außenminister Badr al-Bussaidi mitgeteilt, dass man "kreative und positive Ideen" ausgetauscht habe. Ein ranghoher Vertreter des Iran sagte der Nachrichtenagentur Reuters, es sei ⁠möglich, eine Rahmenvereinbarung für ein Abkommen zu erzielen. Allerdings müssten die USA dafür "nukleare von ​nicht nuklearen Fragen" trennen. Ein ⁠Sprecher des iranischen Außenministeriums forderte, das Recht des Iran auf eine ​friedliche Nutzung von Atomenergie anzuerkennen und Sanktionen aufzuheben. Eine Stellungnahme der US-Delegation lag nicht vor. Am Mittwoch hatte der Iran einen Entwurf eines neuen Atomabkommens vorgelegt . Außenminister Abbas Araghtschi habe dem omanischen Vermittler Badr al-Bussaidi den Entwurf am Mittwochabend präsentiert, meldeten die staatlichen Nachrichtenagenturen beider Länder übereinstimmend. Vor rund einer Woche hatte US-Präsident Donald Trump der iranischen Führung ein Ultimatum bis Anfang März gesetzt. "Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich", sagte er. Trump hatte dem Iran immer wieder mit Militärschlägen gedroht. Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Region zuletzt stark ausgebaut.