Zeit 26.02.2026
20:11 Uhr

Atomverhandlungen in Genf: Atomverhandlungen zwischen Iran und USA beendet


Die dritte Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran ist abgeschlossen. Ob eine Einigung gelingt, ist unklar. Das Vermittlerland Oman zeigt sich optimistisch.

Atomverhandlungen in Genf: Atomverhandlungen zwischen Iran und USA beendet
Der Iran und die USA haben ihre dritte Runde der Atomverhandlungen in Genf beendet. Der omanische Außenminister Badr al-Bussaidi schrieb auf X von "bedeutenden Fortschritten" in den Verhandlungen. "Wir werden bald nach Konsultationen in den jeweiligen Hauptstädten wieder zusammenkommen", fügte er hinzu. Nächste Woche seien in Wien Gespräche auf technischer Ebene geplant. Der Oman tritt bei den Verhandlungen als Vermittler auf. Die Delegationen hatten die Verhandlungen am Mittag nach mehreren Stunden für Beratungen unterbrochen . Am Abend wurden sie dann kurzzeitig fortgesetzt. Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet derlei Absichten und zeigt sich bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert sie die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. "Kreative und positive Ideen" In der Verhandlungspause hatte Al-Bussaidi mitgeteilt, dass man "kreative und positive Ideen" ausgetauscht habe. Ein ranghoher Vertreter des Iran sagte der Nachrichtenagentur Reuters zudem, es sei ⁠möglich, eine Rahmenvereinbarung für ein Abkommen zu erzielen. Allerdings müssten die USA dafür "nukleare von ​nicht nuklearen Fragen" trennen. Ein ⁠Sprecher des iranischen Außenministeriums forderte, das Recht des Iran auf eine ​friedliche Nutzung von Atomenergie anzuerkennen und Sanktionen aufzuheben. Eine Stellungnahme der US-Delegation lag nicht vor. Am Mittwoch hatte der Iran einen Entwurf eines neuen Atomabkommens vorgelegt . Außenminister Abbas Araghtschi habe dem omanischen Vermittler Badr al-Bussaidi den Entwurf am Mittwochabend präsentiert, meldeten die staatlichen Nachrichtenagenturen beider Länder übereinstimmend. Vor rund einer Woche hatte US-Präsident Donald Trump der iranischen Führung ein Ultimatum bis Anfang März gesetzt. "Entweder wir erzielen eine Einigung oder es wird für sie bedauerlich", sagte er. Trump hatte dem Iran immer wieder mit Militärschlägen gedroht. Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Region zuletzt stark ausgebaut.