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04.01.2026
03:14 Uhr
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Im Jahr 2025 beantragten laut einem Bericht erneut deutlich weniger Menschen in Deutschland Asyl. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt spricht von einem klaren Signal.

Die Zahl der Asylbewerber in Deutschland geht weiter deutlich zurück. Im vergangenen Jahr gab es rund 82.000 weniger Asylanträge als im Jahr 2024, wie die Bild am Sonntag unter Berufung auf Daten aus dem Bundesinnenministerium berichtet. Das entspricht einem Rückgang von knapp einem Drittel (32,8 Prozent). Konkret sank die Zahl der Erst- und Folgeanträge den Informationen zufolge zwischen 2024 und 2025 von 250.945 auf 168.543. Zum Vergleich: Im Jahr 2023 lag die Zahl der Asylanträge in Deutschland demnach mit 351.915 noch mehr als doppelt so hoch. Das Innenministerium begründet laut der Zeitung die gesunkenen Zahlen mit der neuen Asylpolitik der Bundesregierung, die mehr Menschen an den Grenzen zurückweist, den Familiennachzug ausgesetzt und die sogenannte Turboeinbürgerung abgeschafft hat. "Wir ordnen mit Klarheit und Konsequenz das Migrationsgeschehen. Wer keinen Schutzanspruch hat, soll nicht kommen – wer Straftäter wird, muss gehen. Das klare Signal aus Deutschland heraus, dass sich die Migrationspolitik in Europa geändert hat, ist in der Welt angekommen", sagte der Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) der Bild am Sonntag . Schon im November hatte das Bundesinnenministerium einen Rückgang der Asylanträge im Monatsvergleich festgestellt . Zudem reisten in den vergangenen zwei Jahren nach Angaben der Bundespolizei deutlich weniger Menschen unerlaubt nach Deutschland ein. Die CSU hatte jüngst in einem internen Positionspapier eine weitere Verschärfung der deutschen Zuwanderungspolitik gefordert .