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07.03.2026
15:29 Uhr
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Lässig in Jeans und Sneakers haben die Rekord-Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt die Kristallkugel für den Gesamtweltcup in die Höhe gestreckt. Gerodelt sind sie dafür aber nicht mehr. Denn ihr Sieg stand schon an der vorletzten Station in St. Moritz fest. "Es ist irgendwie ein komisches Gefühl. Wir sind hier an die Bahn gefahren und haben uns gedacht, wir würden schon gern fahren. Es hat schon gekribbelt", sagte Arlt. Zum Startverzicht sagte er: "Es war wichtig und richtig, dass wir die Junioren und den Nachwuchs hier unterstützen und dass die mal einen Weltcup-Einsatz bekommen. Das liegt uns am Herzen, das haben wir als kleine Stifte auch schon erlebt." So durften für die beiden 38-Jährigen, die in Cortina d'Ampezzo ihre siebte Gold- und zudem noch eine Bronzemedaille im Doppelsitzer holten, die Junioren-Weltmeister Louis Grünbeck und Maximilian Kührt ran. Mit Rang elf direkt hinter den Weltmeistern Hannes Orlamünder und Paul Gubitz war das Ergebnis ordentlich. Eggert/Müller verlieren ihren Bahnrekord Toni Eggert und Florian Müller kamen beim Saisonfinale auf Rang drei. Den Sieg holten sich die Österreicher Thomas Steu und Wolfgang Kindl, die auch schon in der Vorwoche in St. Moritz siegreich waren und in der Gesamtwertung noch auf Rang zwei kletterten. Schon im ersten Lauf hatten sie den von Eggert/Müller zuvor aufgestellten Bahnrekord pulverisiert. Bei den Frauen rasten die Österreicherinnen Selina Egle und Lara Kipp in Bahnrekordzeit zum Sieg und holten sich auch den Gesamtweltcup. Die Olympia-Zweiten Dajana Eitberger und Magdalena Matschina wurden mit Rang zwei auch Zweite in der Gesamtwertung. Für die 35 Jahre alte Eitberger war es die letzte Fahrt im Eiskanal, sie wird ihre Karriere beenden. Die Europameisterinnen Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal (RRC Altenberg/BSC Winterberg) mussten nach einem Trainingssturz verletzungsbedingt passen, da Rosenthal eine Rippenprellung erlitten hatte. © dpa-infocom, dpa:260307-930-782053/2