Zeit 25.01.2026
09:17 Uhr

Arbeitszeit: CDU-Wirtschaftsflügel fordert Ende von "Lifestyle-Teizeit"


Teile der CDU wenden sich laut einem Bericht gegen den generellen Rechtsanspruch auf Teilzeit. Wer nicht Vollzeit arbeiten will, soll demnach einen guten Grund brauchen.

Arbeitszeit: CDU-Wirtschaftsflügel fordert Ende von
Der Wirtschaftsflügel der CDU will einem Medienbericht zufolge eine Abschaffung des Rechtsanspruchs von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auf Teilzeitarbeit erreichen. Wie das Magazin stern berichtet, soll auf dem Bundesparteitag der CDU Ende Februar über einen entsprechenden Antrag abgestimmt werden. In dem Antrag mit dem Titel "Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit", aus dem der stern zitiert, fordert die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), dass für den Rechtsanspruch eine "besondere Begründung" vorliegen müsse. Besondere Gründe könnten demnach etwa die Erziehung von Kindern, die Pflege Angehöriger oder Weiterbildungen sein. Freiwillige Teilzeitarbeit ohne Betreuungspflichten hingegen soll nicht mehr möglich sein. "Wer mehr arbeiten kann, sollte mehr arbeiten", sagte die MIT-Vorsitzende Gitta Connemann dem stern . Es gebe einen dramatischen Fachkräftemangel . Deshalb dürfe "freiwillige Teilzeit aus Gründen der individuellen Lebensgestaltung" nicht dauerhaft durch den Sozialstaat abgesichert werden. Mehr Menschen in Teilzeit als je zuvor Zuletzt hatte etwa der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, kritisiert, dass Menschen, die freiwillig weniger arbeiten, um mehr Freizeit zu haben, weniger in die Sozialsysteme einzahlen, aber die vollen Leistungen beziehen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich in der Vergangenheit kritisch über die verbreitete Teilzeitarbeit geäußert. 2024 arbeiteten in Deutschland laut Statistischem Bundesamt in Wiesbaden 29 Prozent der Deutschen in Teilzeit, mehr als je zuvor. Demnach arbeitete mit 49 Prozent fast jede zweite Frau in Teilzeit, bei den Männern waren es zwölf Prozent.