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25.11.2025
09:20 Uhr
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Frühere Mitschüler haben den britischen Rechtspopulisten Nigel Farage belastet. In einem Interview bezog der Politiker nun Stellung zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen.

Der britische Rechtspopulist und Chef der Partei Reform UK, Nigel Farage, streitet Vorwürfe ab, wonach er zu Schulzeiten Mitschüler antisemitisch und rassistisch beleidigt haben soll. Er habe nie rassistische Kommentare in "verletzender oder beleidigender Weise" oder mit "Absicht" getätigt, sagte Farage dem Independent . Auf die Frage, ob er rassistische Beleidigungen während der Schulzeit getätigt habe, antwortete der Politiker: "Nein. Das ist auch übrigens 49 Jahre her." Auf die Frage, ob er derartige Vorwürfe kategorisch zurückweisen würde, sagte Farage weiter: "Ich würde es niemals auf eine verletzende oder beleidigende Weise tun." Weiter sagte er: "Kann ich mich an alles erinnern, was in der Schule passiert ist? Nein, kann ich nicht." Der Guardian hatte zuvor berichtet, mit 20 ehemaligen Mitschülern des 61-Jährigen gesprochen zu haben. Einige davon warfen Farage demnach rassistische und antisemitische Aussagen vor. So soll er etwa über Gaskammern gescherzt und ausländisch aussehende Mitschüler aufgefordert haben, in ihre Heimat zurückzukehren. Auch der Regisseur Peter Ettedgui erhob in der Zeitung Vorwürfe gegen Farage. Er sagte gegenüber dem Guardian , Farage habe in der Schulzeit Sätze gesagt wie "Hitler hatte recht" oder "vergast sie". Ein Sprecher des Politikers hatte die Anschuldigungen bereits vor Farages Aussagen als "unbegründet" zurückgewiesen. Der britische Premier Keir Starmer hatte Farage als "Feigling" bezeichnet und ihn aufgefordert, sich zu den Vorwürfen zu äußern, wie der Guardian berichtete.