Zeit 10.02.2026
12:57 Uhr

Antisemitismus: Verfahren gegen Ordner nach Vorfall an FU Berlin eingestellt


Ein Ordner hatte einem jüdischen Studenten den Zugang zu einem Hörsaal verweigert. Das Verfahren ist gegen eine Geldauflage eingestellt worden.

Antisemitismus: Verfahren gegen Ordner nach Vorfall an FU Berlin eingestellt
Ein Verfahren gegen einen Ordner an der Freien Universität Berlin ist gegen eine Geldauflage eingestellt worden. Der Mann hatte bei einer propalästinensischen Besetzung an der Freien Universität Berlin einem jüdischen Studenten den Zugang zu einem Hörsaal verweigert. Der 32-Jährige muss 450 Euro an eine medizinische Organisation zahlen, die Verletzte im Gazastreifen versorgt. Darauf einigten sich Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Damit findet keine Berufungsverhandlung mehr statt. Der Ordner hatte im Dezember 2023 den Studenten Lahav Shapira weggedrängt. Shapira trat im Prozess als Nebenkläger auf und zeigte sich erleichtert über die Einigung. Zusätzlich zahlt der Angeklagte einen "symbolischen Betrag" von 200 Euro direkt an Shapira. Der Richter sprach von einem "sachgerechten Ausgleich". Klage gegen Hochschule nach Attacke Shapira war 2024 in Berlin von einem Kommilitonen attackiert und dabei schwer verletzt worden. Danach warf er der Hochschule vor, sie unternehme nicht genug gegen antisemitische Diskriminierung. Eine Klage des Studenten gegen die FU wird am 26. Februar weiter im Berliner Verwaltungsgericht verhandelt.