Zeit 06.01.2026
12:37 Uhr

Antisemitismus: Morddrohung gegen Brandenburgs Antisemitismusbeauftragten eingegangen


Mutmaßliche Hamas-Sympathisanten haben Brandenburgs Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner erneut angegriffen. Nach einem Brandanschlag erhielt er eine Morddrohung.

Antisemitismus: Morddrohung gegen Brandenburgs Antisemitismusbeauftragten eingegangen
Der Brandenburger Antisemitismusbeauftragte Andreas Büttner hat eine Morddrohung erhalten. Am Montag sei beim Landtag Brandenburg ein Brief mit einer Todesdrohung und Beschimpfungen gegen Büttner eingegangen. Das teilten Polizei und Landtagsverwaltung mit. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt. Der an Büttner gerichtete Brief enthielt Angaben des Landtags zufolge ein Blatt Papier mit Verunglimpfungen und der Ankündigung "Wir töten dich" sowie einem gezeichneten Dreieck, welches für die Hamas steht. Eine beigelegte granulatartige Substanz habe sich als ungefährlich erwiesen, teilten Spezialisten des Landeskriminalamts mit. Büttner ist wiederholt Ziel von Angriffen Zuletzt war in der Nacht zum Sonntag ein Brandanschlag auf einen Schuppen auf Büttners Privatgrundstück verübt worden. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen soll zudem auf der Haustür seines Wohnhauses ein Hamas-Dreieck aufgebracht worden sein. Brandenburgs Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke (SPD) sagte, dass die Morddrohungen und Anschläge "unter keinen Umständen hinnehmbar" seien. Drohungen und Gewalt seien keine Mittel der politischen Auseinandersetzung, sondern Verbrechen gegen Menschen, sagte Liedtke. "Andreas Büttner hat unsere volle Unterstützung und Solidarität." Büttner hatte 2024 das Amt des Antisemitismusbeauftragten übernommen. Aufgabe ist unter anderem die Bekämpfung antisemitischer Haltungen und Äußerungen sowie die Beratung Betroffener. Der Linken-Politiker und ehemalige Polizeibeamte Büttner ist seit seiner Amtsübernahme wiederholt Ziel von Attacken.