Zeit 12.02.2026
16:12 Uhr

Antisemitismus: Antisemitismusbeauftragter Felix Klein wird OECD-Botschafter in Paris


Felix Klein gibt sein Amt als Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung ab. Der 58-Jährige wird ab Sommer deutscher Botschafter bei der OECD in Paris.

Antisemitismus: Antisemitismusbeauftragter Felix Klein wird OECD-Botschafter in Paris
Der Antisemitismusbeauftragte Felix Klein verlässt im Sommer seinen Posten und wechselt in das Amt des deutschen Botschafters bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris. Das Bundeskabinett habe dies entschieden, teilte Klein mit. Über seine Nachfolge sei noch nicht entschieden. Seit 2017 ist der 58-Jährige Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus. Zuvor hatte der Jurist und Diplomat bereits eine ähnliche Aufgabe im Auswärtigen Amt. Klein beschrieb die Zeit als fordernd. Es sei eine Freude und Ehre gewesen, dazu beizutragen, den Kampf gegen Antisemitismus in Deutschland wirksamer zu gestalten, sagte Klein. Bis zu seinem Abschied werde er das Amt weiter ausfüllen. Die neue Aufgabe in Paris nehme er "mit großem Respekt gerne an". Amt als Premiere Klein wurde 1968 in Darmstadt geboren, studierte Rechtswissenschaften und war als Diplomat auf unterschiedlichen Posten tätig. Mit ihm war 2018 erstmals ein Beauftragter der Bundesregierung berufen worden, der für die Bekämpfung von Antisemitismus und den Schutz und die Sichtbarmachung von jüdischem Leben zuständig ist. Die Stelle wurde auf Verlangen des Bundestags nach zunehmenden antisemitischen Vorfällen geschaffen. Zu Kleins Aufgaben gehört es nach offiziellen Angaben, Maßnahmen der Bundesregierung gegen Antisemitismus zu koordinieren. Auch soll er Ansprechpartner für jüdische Gruppen sein sowie zur Sensibilisierung der Gesellschaft für unterschiedliche Formen von Antisemitismus zum Beispiel durch politische und kulturelle Bildung beitragen.