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19.01.2026
20:26 Uhr
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Das Auswärtige Amt geht auch von Deutschen unter den Opfern des Zugunglücks in Andalusien aus. Spaniens Behörden befürchten, dass die Zahl der Toten noch steigen wird.

Die Zahl der Toten nach dem verheerenden Bahnunglück in Spanien ist auf mindestens 40 gestiegen. Das bestätigte Andalusiens Regierungschef Juan Manuel Moreno bei einer Pressekonferenz. Er fügte hinzu, in den kommenden 24 bis 48 Stunden "werden wir mit Sicherheit wissen, wie viele Todesfälle es bei diesem schrecklichen Unfall gab". Mehr als 170 Reisende seien verletzt worden, davon 24 schwer und fünf sehr schwer, teilten die Behörden zudem mit. Es werde befürchtet, dass die Zahl der Toten noch weiter steigen werde . Unter den Toten sind nach Angaben des Auswärtigen Amtes auch Deutsche. "Leider müssen wir davon ausgehen, dass sich auch deutsche Staatsangehörige unter den Betroffenen befinden. Über die Anzahl gibt es derzeit noch keine verlässlichen Angaben", schrieb das Auswärtige Amt in Berlin. Die Lage sei derzeit zum Teil noch unübersichtlich. "Unser Konsulat in Málaga und unsere Botschaft in Madrid stehen mit den örtlichen Behörden im engen Austausch, um eine Aufklärung der Identitäten der Opfer zu betreiben." Nach Behördenangaben war am Sonntagabend in Südspanien ein Zug auf gerader Strecke zwischen Málaga und Madrid nahe dem Ort Adamuz entgleist. Er krachte mit einem entgegenkommenden Zug zusammen, der ebenfalls entgleiste. Wegen des unwegsamen Geländes gestaltet sich die Rettungsarbeit nach Angaben der Feuerwehr schwierig. Zur Ursache des Unglücks ist bisher nichts bekannt. Menschliches Versagen wurde ausgeschlossen, mögliche Schäden an der Infrastruktur der Gleise werden untersucht .