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02.06.2026
19:29 Uhr
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Die Ex-Bundeskanzlerin ruft dazu auf, den Kampf gegen den Klimawandel nicht zu vernachlässigen. In einer Rede zum Jubiläum des Umweltministeriums übte sie Selbstkritik.

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bedeutung des Kampfes gegen die Erderwärmung hervorgehoben. »Trotz aller anderen politischen Herausforderungen bleibt der Klimawandel eine Überlebensfrage der Menschheit. Manchmal scheint mir das in diesen Tagen ein wenig in den Hintergrund zu treten«, sagte die CDU-Politikerin bei einem Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Bundesumweltministeriums. Dabei äußerte sich Merkel auch kritisch zu ihren eigenen politischen Fortschritten gegen die Erderwärmung. »Es bleibt die Frage, ob es in meiner Macht gelegen hätte, beim Klimaschutz mehr Vorsorge zu treffen«, sagte sie. »Immer wieder handelten wir nach dem Prinzip Hoffnung und nicht nach dem Vorsorgeprinzip«, sagte Merkel. Weiterhin treibe sie die Frage um, ob die Menschen in der Lage seien, Experten-Warnungen ernst zu nehmen – oder ob sie immer nur nach Naturkatastrophen handelten. Umweltminister Schneider hält deutsche Umweltpolitik für Erfolg In ihrer Rede verteidigte Merkel auch ihre Entscheidung zum deutschen Atomausstieg 2011 nach der Atomkatastrophe in Fukushima. »Ich bin bis heute der Meinung, dass wir unsere Klimaziele auch ohne die Kernenergie erreichen können«, sagte die Ex-Kanzlerin dazu. Der amtierende Umweltminister Carsten Schneider (SPD) wertete die deutsche Umweltschutzpolitik im Rückblick als Erfolg. »Die Bilanz dieser 40 Jahre kann sich sehen lassen: Deutschland ist wirtschaftlich gewachsen – und dabei gesünder und nachhaltiger geworden. Viele Gewässer sind wieder sauber – der Rhein, die Elbe und viele andere – und sie erhalten ihre Auen und ihren natürlichen Lauf zurück«, sagte Schneider. Angela Merkel war von 1994 bis 1998 Bundesumweltministerin. Das Ministerium wurde am 6. Juni 1986 als Reaktion auf die Reaktor-Katastrophe in Tschernobyl in der heutigen Ukraine gegründet.