Zeit 25.11.2025
12:34 Uhr

Alkoholprävention: Rauschtrinken hat unter Jugendlichen nachgelassen


Alkoholprävention: Rauschtrinken hat unter Jugendlichen nachgelassen
Trinken bis zur Besinnungslosigkeit ist unter Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern zuletzt auf dem Rückzug gewesen. Im vergangenen Jahr landeten 284 Kinder und Jugendliche nach Alkoholmissbrauch in der Klinik und damit 24 Prozent weniger als im Jahr 2023, wie die Krankenkasse DAK unter Berufung auf das Statistische Amt des Landes mitteilte. Demnach habe die Zahl der betroffenen Schülerinnen und Schüler einen Tiefstand der vergangenen Jahre erreicht. Ihre Anti-Alkoholmissbrauch-Kampagne "Bunt statt blau" setzt die DAK dennoch gemeinsam mit dem Schweriner Gesundheitsministerium im nächsten Jahr fort, wie es hieß. Bereits im 17. Jahr würden die besten Plakate von Schülern und Schülerinnen zwischen zwölf und 17 Jahren zum Thema Rauschtrinken in einem Wettbewerb ausgezeichnet. Damit bringe man das Thema Alkoholprävention in den Schulalltag. Ministerin besonders besorgt bei jungen Frauen 2024 wurden den Angaben zufolge in Mecklenburg-Vorpommern 140 Jungen und 144 Mädchen im Alter von 10 bis 19 Jahren nach Alkoholmissbrauch in einer Klinik behandelt. Von den 284 Betroffenen waren demnach 68 jünger als 15 Jahre. Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) sagte, der Rückgang der Zahlen mache Mut. Sie betonte zugleich: "Alkohol ist in Mecklenburg-Vorpommern über alle Altersgruppen hinweg ein schwerwiegendes und dauerhaftes Problem. Mit weitem Abstand steht der Alkohol an der Spitze der Suchterkrankungen. Gleichzeitig wird noch immer der Alkoholkonsum vor allem auch bei Jugendlichen gesellschaftlich verharmlost, die Gefahren werden bagatellisiert." Das durchschnittliche Einstiegsalter für Alkoholkonsum liegt im Nordosten der Ministerin zufolge bei 14,3 Jahren. "Jeder junge Mensch, der mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus muss, ist einer zu viel", sagte Drese. Sie sorge sich vor allem wegen des riskanten Alkoholkonsums von Mädchen und jungen Frauen. In der Altersgruppe von 10 bis 14 Jahren wurden 2024 in MV demnach fast doppelt so viele Mädchen als Jungen in die Klinik eingewiesen. © dpa-infocom, dpa:251125-930-336588/2