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15.01.2026
11:10 Uhr
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Im Schnitt eine Flasche weniger: Der Weinkonsum der Deutschen ist gegenüber dem vergangenen Weinwirtschaftsjahr erneut gesunken. Schaumwein blieb auf stabilem Niveau.

Wie in den vergangenen Jahren ist der Weinkonsum in Deutschland auch im Wirtschaftsjahr 2024/25 zurückgegangen. Das teilte das Deutsche Weininstitut (DWI) mit. Zwischen August 2024 und Ende Juli 2025 tranken Menschen über 16 Jahre im Schnitt 21,5 Liter Wein, im Vorjahreszeitraum waren es noch 22,2 Liter. Das entspricht pro Kopf rund einer Flasche weniger. "Diese Entwicklung ist auf das veränderte Konsumverhalten, höhere Lebenshaltungskosten sowie den demografischen Wandel in Deutschland zurückzuführen", sagte DWI-Geschäftsführerin Melanie Broyé-Engelkes. Im Weinwirtschaftsjahr 2020/21 hatte der Wert noch bei 24,3 Litern gelegen. Sekt und Schaumwein wurden dagegen fast genauso viel getrunken wie im Vorjahr. Der Konsum ging leicht um 0,1 auf 3,5 Liter pro Kopf zurück. Im Verlauf der vergangenen zehn Jahre ist aber auch dieser Wert gesunken. Das zeigen die Einnahmen durch die Schaumweinsteuer: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden im Zehnjahresvergleich rund 20 Prozent weniger Schaumwein abgesetzt. Die Weinkonsumbilanz bildet sowohl die Einkäufe im Handel und bei den Erzeugern als auch den Konsum in der Gastronomie und in privaten Haushalten ab. Im zurückliegenden Jahr wurden nach Angaben des DWI insgesamt 17,8 Millionen Hektoliter Wein konsumiert. Dieser Wert setzt sich aus 15,3 Millionen Hektoliter Wein und 2,5 Millionen Hektoliter Schaumwein zusammen. Umgerechnet ergibt das einen theoretischen Pro-Kopf-Verbrauch für Wein- und Schaumwein von 25 Litern im Jahr.