Zeit 20.11.2025
13:40 Uhr

Airlines: Lufthansa will bei portugiesischer Staatsairline einsteigen


Portugal verkauft Anteile an der staatlichen Fluggesellschaft TAP – und die Lufthansa meldet Interesse an. Dem Konzern gehören bereits andere ehemals staatliche Airlines.

Airlines: Lufthansa will bei portugiesischer Staatsairline einsteigen
Die Lufthansa will Anteile an einer weiteren europäischen Fluggesellschaft erwerben. Man habe beim portugiesischen Staat offiziell Interesse bekundet, eine Minderheitsbeteiligung an der Staatsairline TAP zu übernehmen, teilte der Konzern mit. Ein entsprechendes Schreiben sei fristgerecht bei der portugiesischen Gesellschaft für Staatsbeteiligungen Parpublica eingereicht worden. Portugal will die in der Corona-Pandemie verstaatlichte Fluggesellschaft wieder teilprivatisieren. Insgesamt 44,9 Prozent der Firmenanteile sollen an Investoren aus der Branche verkauft werden. Vor der Lufthansa hatte bereits die französische Fluggesellschaft Air France-KLM Interesse an den Anteilen angemeldet, die von auf einen Wert von 700 Millionen geschätzt werden. Auch der Mutterkonzern der Airline British Airways, IAG, soll einen Einstieg erwägen. Für die Lufthansa wäre es das jüngste Engagement in einer Reihe von Firmenbeteiligungen. Der Konzern hat bereits die Staatsgesellschaften Österreichs, der Schweiz und Belgiens übernommen und zuletzt eine Minderheit an der italienischen Airline Ita erworben. Privatisiert, dann verstaatlicht – und bald wieder teilprivatisiert Die TAP kann bereits auf mehrere Eigentümerwechsel in den vergangenen Jahren zurückblicken. Im Jahr 2015 hatte der portugiesische Staat die Mehrheitsanteile an der Airline schon einmal verkauft, bevor er sie im Jahr 2020 wieder komplett übernahm. Die Fluggesellschaft ist vor allem auf den Routen nach Brasilien und in die portugiesischsprachigen Länder Afrikas stark im Geschäft. Im vergangenen Jahr beförderte sie rund 16 Millionen Passagiere. Nach den Plänen der portugiesischen Regierung können potenzielle Investoren ihr Interesse bis Ende dieser Woche anmelden. Bis Ende des Jahres müssen sie demnach ein zunächst nicht bindendes Angebot vorlegen.