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14.12.2025
09:48 Uhr
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Mehrere AfD-Abgeordnete sind erneut in die USA gereist. Im Februar sollen US-Vertreter nach Deutschland kommen, kündigte der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende an.

Auf ihrer aktuellen Reise in die USA kündigte die AfD an, Vertreter der US-Regierung unter Präsident Donald Trump zu einem Kongress nach Berlin einzuladen. Zudem sollten Vertreter des US-Außenministeriums, Kongressabgeordnete und US-Lobbyorganisationen eingeladen werden, teilte der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende und außenpolitische Sprecher Markus Frohnmaier mit. Den Angaben nach soll der Kongress im Februar stattfinden. Frohnmaier selbst war zuvor einer Einladung der Republikaner gefolgt. Er und weitere Abgeordnete der AfD waren am Donnerstag erneut in die USA gereist, um die Beziehungen zur Trump-Regierung und zu den Republikanern zu vertiefen. Unter den Delegierten befanden sich den Angaben nach etwa 20 AfD-Abgeordnete aus dem Bundestag, dem Europaparlament und Landtagen. AfD-Partei- und Fraktionschefin Alice Weidel war nicht Teil der Delegation. Sie plane eine eigene Reise in die USA, ein Termin stehe aber noch nicht fest, teilte ihr Sprecher mit. Bereits am Freitag traf Frohnmaier sich nach eigenen Angaben mit Vertretern der US-Regierung. Nähere Angaben dazu, wen genau er traf, machte Frohnmaier nicht. Mehrere Parteien werfen AfD Stimmungsmache gegen Deutschland vor Mehrere Parteien kritisierten die Reise der AfD und auch die damit verbundenen Kosten . Die AfD lasse sich von den politischen Kräften um US-Präsident Donald Trump für eine Schwächung Europas instrumentalisieren, hieß es etwa von den Grünen. Im Trump-Lager in den USA gebe es "ein großes Interesse an der Schwächung Europas, und es versucht, die AfD im Sinne dieses Interesses als willfähriges Werkzeug einzusetzen", sagte Grünen-Parlamentsgeschäftsführerin Irene Mihalic. Dies sei keine Überraschung, "weil wir seit Längerem wissen, dass die AfD bereit ist, für die Erreichung ihrer eigenen Ziele unserem Land Schaden zuzufügen", hieß es weiter. Frohnmaier erhält Preis bei Gala des New York Young Republican Club Am Samstag nahm Frohnmaier in New York auf einer Gala des einflussreichen New York Young Republican Club einen Preis entgegen. Klubvertreter Dovid Holtzman rief in seiner Laudatio angelehnt an den Trump-Slogan America First auf Deutsch "Deutschland zuerst". Zudem forderte Holtzman Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dazu auf, die Brandmauer einzureißen. Frohnmaier sprach in seiner Dankesrede von einer Allianz von Patrioten in den USA und Deutschland. In weiteren Reden an dem Abend wurden vor allem die Medien sowie die Demokraten stark kritisiert. Der Präsident des Klubs, Stefano Forte, sprach sich zudem für eine dritte Amtszeit von Trump aus. Der New York Young Republican Club ist ein wichtiges Netzwerk für die Maga-Bewegung . Viele junge Menschen sind dort Mitglied. Auch an dem Galaabend nahmen weitgehend junge Mitglieder teil. Inhaltlich stehen sich die Maga-Bewegung und die AfD vor allem in der Migrations- und Gesellschaftspolitik nahe.