|
17.01.2026
08:26 Uhr
|
Die in Deutschland gekauften Neuwagen stoßen im Schnitt deutlich weniger CO₂ aus als im Jahr zuvor. Nur eine große Automarke verzeichnete einen Emissionsanstieg.

Autos, die im vergangenen Jahr in Deutschland neu zugelassen wurden, verursachen im Schnitt deutlich weniger CO₂-Emissionen als die Neuwagen des Jahres 2024. Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) sank der durchschnittliche Ausstoß um 11,7 Prozent auf 105,8 Gramm pro Kilometer. Viele große Automobilhersteller verzeichneten sogar noch stärkere Rückgänge – wenn auch längst nicht alle. Der deutsche Marktführer Volkswagen reduzierte seinen durchschnittlichen CO₂‑Ausstoß demnach um 14,5 Prozent auf 109 Gramm pro Kilometer. BMW verbesserte seine Bilanz um 11,3 Prozent auf 105 Gramm pro Kilometer. Mercedes kam nur auf ein Minus von 2,6 Prozent und liegt bei 118,6 Gramm pro Kilometer. Die drei großen VW‑Tochterunternehmen Skoda, Audi und Seat senkten ihre Emissionen im vergangenen Jahr überdurchschnittlich deutlich: um 15,8, 14,5 und 18,7 Prozent. Seat, inklusive der Marke Cupra, erzielte dabei nicht nur den stärksten Rückgang unter den 16 volumenstärksten Herstellern, sondern mit 96,7 Gramm pro Kilometer auch einen der niedrigsten absoluten Werte. Auffällig ist, dass nur eine Marke in den Top 16 überhaupt einen Anstieg verzeichnete: Der schwedische Automobilhersteller Volvo meldete ein Plus von 9,2 Prozent. Mit 78,3 Gramm pro Kilometer liegt der CO₂‑Ausstoß des Herstellers allerdings weiterhin außergewöhnlich niedrig. CO₂-Bilanz würde ohne E-Antriebe schlechter aussehen Ein wesentlicher Grund für die Verschiebungen liegt im steigenden Anteil reiner Elektroautos an den Neuzulassungen . Besonders VW und seine Tochterunternehmen konnten diesen deutlich erhöhen, was die CO₂-Bilanz spürbar verbessert. Bei Mercedes stagniert der Anteil dagegen; bei Volvo ist er sogar leicht rückläufig. Allerdings zeigt die Zahl der neu zugelassenen E-Autos nur einen Teil der Veränderungen: Die Rückgänge der CO₂‑Werte fallen meist stärker aus als der Zuwachs bei batterieelektrischen Fahrzeugen. So erreicht etwa BMW eine Verbesserung im Marktschnitt, obwohl der Hersteller seinen Anteil an rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen nur unterdurchschnittlich steigern konnte. Ganz ohne Elektroautos sähe die Bilanz jedoch deutlich schlechter aus. Nach Angaben des KBA stoßen neue Dieselmodelle im Schnitt 166 Gramm CO₂ pro Kilometer aus, Benziner liegen bei 144 Gramm. Die offiziellen Werte können im Alltagsbetrieb jedoch erheblich abweichen – abhängig vom Fahrstil und davon, wie konsequent etwa Plug-in-Hybride elektrisch genutzt werden.