Zeit 05.02.2026
06:27 Uhr

ADAC-Staubilanz: Autofahrer standen in Deutschland 2025 länger im Stau


Staus auf deutschen Autobahnen haben sich laut ADAC vergangenes Jahr langsamer aufgelöst. Ihre Gesamtlänge war aber ungefähr ähnlich wie ein Jahr zuvor.

ADAC-Staubilanz: Autofahrer standen in Deutschland 2025 länger im Stau
Der ADAC hat im vergangenen Jahr auf deutschen Autobahnen Staus mit einer Länge von insgesamt 866.000 Kilometern gezählt. Das waren 7.000 mehr als im Vorjahr. Prozentual ist das zwar nur ein leichtes Plus von 0,8 Prozent, aber die Staus lösten sich langsamer auf. Insgesamt zählte der Verkehrsclub 478.000 sogenannte Staustunden – 30.000 mehr als 2024. Die Zahl der registrierten Staus mit mindestens einem Kilometer Länge sank um 20.000 auf 496.000. Das reichte aber nicht aus, um die Anstiege bei der durchschnittlichen Länge und Dauer zu kompensieren und die Lage auf den Autobahnen nachhaltig zu entspannen. Zentrale Gründe für Staus waren Baustellen und das Verkehrsaufkommen. Beide lagen 2025 etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Wintereinbruch sorgte 2025 für 6.300 Kilometer Stau Klarer Stauschwerpunkt war 2025 Nordrhein-Westfalen. Dort wurden rund 35 Prozent aller Staustunden registriert. Das waren weit mehr als in Bayern und Baden-Württemberg mit 13 und zehn Prozent oder als in Hessen mit sieben Prozent. Dahinter folgen Brandenburg mit knapp fünf Prozent, Rheinland-Pfalz mit gut vier Prozent und Hamburg mit knapp vier Prozent sowie Berlin und Sachsen mit je drei Prozent. Die im Verhältnis zu ihrer Länge am schlimmsten betroffenen überregionalen Autobahnen waren A1, A3, A5 und A8. Der Juli war der Monat, der von Staus am stärksten betroffen war. In dem Monat gab es Staus in einem Umfang von 50.000 Stunden und 87.000 Kilometern. Nur knapp dahinter folgt der Oktober mit 49.000 Stunden und 85.000 Kilometern. Insgesamt zeigte sich ein klares Hoch von April bis Oktober. Die Monate mit den wenigsten Staus waren Februar, Januar und Dezember. Der am stärksten betroffene Tag fällt allerdings auf den Winter: Am 9. Januar sorgte ein Wintereinbruch für insgesamt 6.300 Kilometer Stau.