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10.12.2025
16:12 Uhr
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Nach einer Brandserie in Essen ist ein 42 Jahre alter Mann am Mittwoch wegen 32-fachen Mordversuchs zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Angeklagte hatte am 28. September vergangenen Jahres in Essen in zwei Mehrfamilienhäusern Feuer gelegt und mehrere Personen mit einer Machete bedroht. Über 20 Personen wurden zum Teil schwer verletzt – darunter allein 13 Kinder. Hintergrund waren laut Urteil des Essener Schwurgerichts "Wut und Hass". Der staatenlose Palästinenser habe alle Menschen töten wollen, die er für das Verschwinden seiner Ehefrau und seiner drei Kinder verantwortlich gemacht hat. Richter Jörg Schmitt sprach beim Urteil von einer "wahnsinnigen Tat". Eine psychische Erkrankung habe beim Angeklagten aber nicht festgestellt werden können. Dass es keine Toten gegeben habe, sei nur dem "heldenhaften Einsatz" der Ersthelfer und Rettungskräfte zu verdanken. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. © dpa-infocom, dpa:251210-930-402534/2