Zeit 19.11.2025
18:00 Uhr

(+) diVine: Kann dieses Comeback länger halten als sechs Sekunden?


Die legendäre Videoplattform Vine kehrt zurück. Mit zwei Regeln: keine Algorithmen, keine KI. Es ist die versuchte Rückkehr in ein besseres Internet.

(+) diVine: Kann dieses Comeback länger halten als sechs Sekunden?
Inzwischen haben wir so viele Jahre online verbracht, dass es möglich ist, von den guten alten Tagen des sozialen Internets zu schwärmen, vor all den Algorithmen und optimierten Hochglanzinhalten. Als man morgens jemanden auf StudiVZ gruschelte, mittags eins von etwa 50 YouTube-Videos guckte, abends einen frechen Insiderwitz auf die Facebook-Pinnwand der besten Freundin schrieb. Und dann war da natürlich Vine, mythische Quelle unzähliger ikonischer Video-Memes. Da war die Welt noch in Ordnung! Vine wurde im Januar 2017 eingestellt – nun aber kommt das Comeback: Der Twitter-Gründer Jack Dorsey will die kollektive Nostalgie unter jungen Millennials und der älteren Gen Z anzapfen und die Kurzvideoplattform zurückbringen. Samt altem Videoarchiv und neuem Namen: diVine – die Webseite ist schon online, derzeit befindet sich allerdings alles noch in einer holprigen Testphase. Das Konzept ist sehnsuchtserregend retro. Wie in seinem letzten Leben sollen auf (di)Vine alle Videos exakt sechs Sekunden lang sein. Es gibt keine Algorithmen und keine generative KI, die heute das Internet zu schlucken droht.