Zeit 06.01.2026
09:25 Uhr

(+) Zukunft: "Die Zukunft ist nicht nur etwas, das uns zustößt"


Wie können wir das Morgen wieder optimistischer denken? Ein Gespräch mit dem Kulturmanager Stefan Brandt, dem Soziologen Steffen Mau und der Schriftstellerin Juli Zeh

(+) Zukunft:
DIE ZEIT: Sie haben sich alle auf die eine oder andere Weise beruflich mit der Zukunft beschäftigt: Sie, Frau Zeh, haben Romane geschrieben, die in einer nahen dystopischen Zukunft spielen. Herr Mau, Sie sammeln Daten über die Gesellschaft, und Sie, Herr Brandt, leiten das Futurium, da ist schon der Name Programm. Wie macht man sich ein Bild von etwas, das noch nicht da ist? Juli Zeh: Literarisch tut man das, indem man die Gegenwart verlängert. Man extrapoliert gegenwärtige Trends in die Zukunft und färbt sie entweder dystopisch oder utopisch. Als literarisches Verfahren ergibt das Sinn, als Geisteshaltung ist es nicht immer gut, das so zu machen.