|
10.01.2026
16:03 Uhr
|
An einer texanischen Universität wird ein Werk des griechischen Philosophen aus dem Lehrplan gestrichen. Es geht um große Gefühle.

Mit der Liebe ist es so eine Sache. Sie stiftet zu allerhand Unfug an. Vielleicht ist es die Angst vor ihrem aufrührerischen Geist, die die Verwaltung der Texas A&M University in eben jenem US-amerikanischen Texas dazu veranlasst hat, einem ihrer Philosophie-Professoren zu verbieten, den guten alten Platon zu unterrichten. Interessant: Nicht jenen Platon, der über Tyrannei sagte, sie sei die schlechteste aller Staatsformen, und über Tyrannen, ihnen würde die Fähigkeit zur Vernunft fehlen. Es ist nur die Liebe, die es erwischt hat, also Platons Werk Das Symposion, seine Dialoge über die Varianten der Liebe, der höheren und niederen, zu Dingen, zu Seelen und zum Schönen an sich.