Zeit 07.02.2026
14:14 Uhr

(+) Wut im Profisport: Die Ausraster der Athleten


Ausraster von Profisportlern gelten als unterhaltsam. Aber ist es nicht unlogisch, wenn der Tennisschläger zerstört werden darf und eine Gitarre beim Rockkonzert nicht?

(+) Wut im Profisport: Die Ausraster der Athleten
Wut ist keine angenehme Sache – nur die Wut der anderen, die ist manchmal toll. Die Tennisspielerin Coco Gauff etwa hatte unlängst bei den Australian Open einen ordentlichen Wutanfall, nach der Niederlage in einem Match, das sie eigentlich hätte gewinnen müssen. In den Katakomben des Stadions wurde sie gefilmt, wie sie um eine Ecke bog und dann mit mehreren Hieben ihren Schläger auf dem Boden zertrümmerte. Das ist female rage nach meinem Geschmack. Gauffs Ausbruch steht in einer langen Tradition athletischer Wutanfälle: Der russische Tennisstar Marat Safin zertrümmerte in seiner Karriere an die 1.055 Schläger, das bestätigte sein Ausstatter Head einmal. Sein Kollege Nick Kyrgios warf mal einen Stuhl aufs Feld und wurde disqualifiziert. Und Serena Williams drohte mal einer Linienrichterin, ihr einen Ball in ihren "verf****** Hals" zu stopfen. 1997 trat Jürgen Klinsmann ein Loch in eine Tonne. Vor Kurzem schlug der Fußballer Wout Weghorst nach einer Kamera. 2006 rammte Zinédine Zidane seinen Kopf in einen Italiener.