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27.11.2025
13:00 Uhr
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Wolodymyr Selenskyj führt sein Land durch den Krieg – und hat die Ukrainer dennoch enttäuscht. Jetzt brechen die Krisen über ihm zusammen, und er schwächt sich selbst.

Fast vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges steht Wolodymyr Selenskyj wieder vor dem Präsidentenpalast in der Bankowa-Straße 11 in Kyjiw und blickt frontal in die Kamera. Der Ort ist nicht zufällig gewählt. Die Aufnahme vom vergangenen Freitag soll an ein Video vom 25. Februar 2022 erinnern, das für den Krieg wichtiger war als jedes Waffensystem: "Wir sind hier", sagte Selenskyj damals, einen Tag nach dem russischen Angriff, umringt von vier treuen Begleitern. "Wir verteidigen unsere Unabhängigkeit." Der Präsident stand mit seinem Leben für das Land ein. Er machte den Menschen Mut.