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02.02.2026
20:15 Uhr
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Der CDU-Wirtschaftsrat schlägt vor, Zahnbehandlungen nicht mehr zu finanzieren. Das soll die Kosten senken. Es könnte aber auch das Gegenteil bewirken.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein neuer Sparvorschlag für die Sozialversicherungssysteme unterbreitet wird. Die jüngste Idee: die Streichung von zahnärztlichen Behandlungen als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Der Vorstoß ist Teil der am Sonntag bekannt gewordenen "Agenda für die Arbeitnehmer" des CDU-Wirtschaftsrats. Dieser gehört nicht offiziell zur CDU, steht der Partei aber nahe. Prompt folgte eine Welle der Kritik: Die SPD-Fraktion sprach von "Eiszeit pur", der Sozialverband Deutschland nannte den Vorschlag "verstörend". In den vergangenen Jahren hatten sich nur vereinzelt Ökonomen getraut, die Kostenübernahme der Zahnbehandlungen infrage zu stellen, alle politischen Parteien hielten sich zurück.