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19.02.2026
16:53 Uhr
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Rick Maese ist Sportreporter der "Washington Post". Als seine Redaktion fast halbiert wird, ist er mit einem Kollegen in Mailand. Nur einer der beiden behält seinen Job.

Er wollte vorbereitet sein. Am Mittwoch vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele ging Rick Maese in Mailand eine Flasche Wein kaufen. Einige Minuten zuvor hatte er eine Mail bekommen: Man werde gleich große Veränderungen für die Redaktion verkünden. Mit Les Carpenter, seinem Kollegen, wählt er sich in Zoom ein. Dann geht es los. Maese und Carpenter sind Sportreporter der Washington Post. Große Häuser wie ihres mieten bei Olympischen Spielen im internationalen Pressezentrum eigene Räume an, mit mehreren Schreibtischen, Stühlen, Bildschirmen. Die meisten Plätze im Raum der Post sind während der Zoom-Konferenz leer. Nur die beiden und ein befreundeter Reporter aus Kanada sind da. Sie erfahren, dass mehr als 350 Stellen gestrichen werden. Besonders betroffen: Fotografen, die Literaturkollegen und der Sport. Binnen einer Stunde werde jeder eine Mail bekommen und erfahren, wie es weitergeht.