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12.01.2026
09:44 Uhr
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Ist es zynisch, nicht an die Proteste zu glauben? Eine Frage der Perspektive, sagt der Iranist Walter Posch. Warum ein Sturz realistisch und doch unwahrscheinlich ist.

Revolutionen im Iran haben den Ruf, etwas zu zerstören, um danach etwas noch Schlechteres hervorzubringen. Die Angst davor ist groß, sagt der Iranist Walter Posch. Er erklärt, warum es dennoch immer wieder neue Proteste im Land gibt und weshalb der Zustand des iranischen Staates von außen so schwer zu begreifen ist. DIE ZEIT: Herr Posch, die jüngsten Proteste im Iran haben einen ungewöhnlichen Ausgangspunkt. Sie begannen in den Basaren. Jenen Orten, die bisher fast als Bollwerke der Regimeloyalität galten. Was sagt das über den Charakter der Proteste aus?