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14.02.2026
16:26 Uhr
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Kein Skandal konnte der AfD schaden – bislang. Die Affäre um ein Vetternwirtschaft-Netzwerk versetzt die Partei nun in Panik. Zurecht, sagt der Politologe Benjamin Höhne.

Bisher konnte die AfD auch nach Spionage-, Spenden- oder Neonazi-Affären ihre Wahlergebnisse oft steigern. Beim jüngsten Skandal rund um Vetternwirtschaft aber könnte das anders sein, sagt der Parteienforscher Benjamin Höhne. Weil hier bewährte Abwehrtaktiken ins Leere laufen und sich ein innerer Widerspruch der Rechtsaußen-Partei zeigt. DIE ZEIT: Herr Höhne, gibt es eigentlich irgendeine Partei in Deutschland, die in den letzten zehn Jahren mehr Skandale verbucht hat als die AfD? Benjamin Höhne: Keine Partei ist frei von Verfehlungen oder Skandalen. Bei der AfD häufen sie sich jedoch überdurchschnittlich. Ein typischer Schwerpunkt liegt dabei darauf, Rechtsaußenideologie salonfähig zu machen.