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18.02.2026
15:14 Uhr
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"Mafiöse Strukturen", "Terror-Reich", "Trickbetrüger": In der Filz-Affäre der AfD versagen die üblichen Abwehrmechanismen. Scheitert die Partei jetzt an sich selbst?

Dass Sachsen-Anhalt Ähnlichkeiten mit Ibiza hat, gilt gemeinhin als ein eher abwegiger Gedanke – auch in der AfD. Und doch begegnet er einem in den letzten Tagen in der Partei und dem, was man als ihr politisches Vorfeld bezeichnet: Kann es sein, dass der Vetternwirtschaftsskandal von Sachsen-Anhalt für die AfD das wird, was die Ibiza-Affäre für ihr österreichisches Pendant, die FPÖ, war? Zum Ausgangspunkt des spektakulären Scheiterns, des Zerbröselns der eigenen Macht- und Moralansprüche? Die Warnung vor dem Schicksal der Freiheitlichen kommt aus der rechtesten Ecke der AfD, und sie geht so: Nazi-Parolen und Verfassungsschutzberichte können uns, wenn überhaupt, nur kurzzeitig schaden. Aber wenn wir dekadenter und korrupter auftreten als jene, vor deren Dekadenz und Korruption wir immer warnen – das vermeintliche Establishment –, dann werden wir selbst zum Establishment. Und damit überflüssig.