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07.01.2026
15:18 Uhr
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Nach der Tragödie in Crans-Montana mussten mehr als 100 Opfer versorgt werden. 23 Länder boten Hilfe an. Immer noch werden viele Verletzte aufwendig operiert.

Kathrin Neuhaus, grüne OP-Bluse, grüne Hose, auf dem Kopf ein Tuch im Eisköniginnen-Look, hat sich etwas verspätet. Zeit zum Umziehen hatte sie nicht, seit sie den Operationssaal verlassen hat. Die Chefärztin des Zentrums für brandverletzte Kinder am Universitäts-Kinderspital (Kispi) in Zürich ist fast pausenlos im Einsatz, seit in der Neujahrsnacht in Crans-Montana in einer Bar eine Feuersbrunst ausbrach. Vierzig meist junge Menschen aus fünf Ländern kamen ums Leben, 116 wurden verletzt. Am Montag lagen noch 83 in Kliniken, viele schweben in Lebensgefahr.