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16.12.2025
19:21 Uhr
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Die vorgeschlagenen Änderungen der EU am Verbrenner-Aus sind richtig. Denn Europa braucht Zeit, um aufzuholen – etwa bei Ladesäulen, Rohstoffen und Know-how.

Jeder Mensch, dem am Klimaschutz gelegen ist, wird heute Abend zusammenzucken. Die Schlagzeile: Das Verbrenner-Aus in Europa wird abgeschwächt. Bislang gilt, dass ab dem Jahr 2035 keine neuen Benzin- und Dieselautos mehr verkauft werden dürfen. Nun will die EU vom harten 100-Prozent-Ziel auf 90 Prozent heruntergehen. Dafür sollen die Hersteller die restlichen Treibhausgasemissionen kompensieren, indem sie dekarbonisierten Stahl einsetzen und mehr fossilfreie Kraftstoffe zum Einsatz kommen. Das klingt nach einem fatalen Signal für den Umweltschutz, schließlich fahren Elektroautos emissionsfrei und nutzen die kostbare Energie am effizientesten. Dennoch ist das Aufschnüren der Regeln richtig – und sogar noch zu zaghaft. Das hat nichts mit blindem Industrielobbyismus zu tun, sondern mit dem Erkennen von Realitäten und Zielkonflikten.