Zeit 11.02.2026
16:47 Uhr

(+) VW-Cashflow: Plötzlich reich


VW hat weiterhin ein Talent für Ärger. Dem Konzern gelang zwar eine wundersame Geldvermehrung. Doch jetzt profitiert trotz Krise der Vorstand. Die Belegschaft ärgert das.

(+) VW-Cashflow: Plötzlich reich
Man stelle sich vor, zu Weihnachten ist die Familienkasse leer. Obwohl man so sehr gespart hat die vorangegangenen Monate. Doch dann ruft der Kassenwart zu Jahresbeginn plötzlich: Überraschung! Es ist doch noch was auf dem Konto – und zwar ziemlich viel! Da macht sich erst einmal Erleichterung breit. Aber dann sind da Fragen: Wo kommt denn diese Kohle eigentlich her? Und wer bekommt nun was davon? Genau in dieser Lage ist Volkswagen. Ende Januar vermeldete das größte Industrie-Konglomerat Europas, man habe im vergangenen Jahr einen Netto-Cashflow von sechs Milliarden Euro erzielt. Die Kennzahl zeigt bei Volkswagen, ob Geld aus dem Kerngeschäft mit den Autos hängen bleibt, wenn man davon die laufenden Ausgaben unter anderem für Investitionen abzieht. Also das, was tatsächlich im Geldbeutel ist beim Kassensturz. Sechs Milliarden, das ist eine Überraschung. Weil VW zuvor erklärt hatte, im vergangenen Jahr nichts verdient zu haben. Von "rund null Milliarden Euro" ging VW-Finanzchef Arno Antlitz noch im September aus.