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02.02.2026
11:33 Uhr
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In dieser Woche fällt das Urteil gegen Maja T. in Ungarn. Dabei dürfte sie dort gar nicht sitzen, sagt das höchste deutsche Gericht. Angehörige erheben schwere Vorwürfe.

Die Stimme von Wolfram Jarosch zittert etwas, als er ins Mikro spricht. Es ist Tag der offenen Tür im Auswärtigen Amt, und in einem voll besetzten Saal bittet Jarosch den Außenminister Johann Wadephul, sich für sein Kind, Maja T., in ungarischer Haft einzusetzen. Die Auslieferung von T. nach Ungarn war laut Bundesverfassungsgericht schließlich rechtswidrig, betont Jarosch. Trotzdem sitze Maja seit 14 Monaten dort ein. Wadephul nickt, während Jarosch spricht, und sagt dann: "Deswegen muss Ihr Kind zurück nach Deutschland." T. müsse sich hier in einem rechtsstaatlichen Verfahren den Vorwürfen stellen. Dafür setze sich die Bundesregierung ein.