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09.12.2025
17:06 Uhr
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Die Dublin-Zentren für Migranten haben kaum Effekt. Trotzdem will die Bundesregierung bald ähnliche Unterkünfte errichten – mit Ausgangssperren. Kann das funktionieren?

Eisenhüttenstadt, eine triste Kleinstadt im Osten Brandenburgs, ist bislang kaum mit bundespolitischen Vorzeigeprojekten aufgefallen. Nun sollen ein paar Container am Stadtrand zur Blaupause für die Asylwende von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) werden. In der Erstaufnahmeeinrichtung sind unter anderem Flüchtlinge untergebracht, für die nach den Dublin-Regeln ein anderes EU-Land zuständig ist, in dem Fall Polen. "Dublin-Zentrum" nennt sich die Unterkunft. Die Menschen werden dort nur spärlich nach dem Bett-Brot-Seife-Prinzip versorgt und sollen schnell wieder abgeschoben werden – so zumindest die Theorie.