Zeit 13.01.2026
16:24 Uhr

(+) Überfall auf Neonazi: Ein Hammer, ein Messer, drei Schwerverletzte


Ein Berliner Gericht verurteilt einen Historiker und einen Sozialarbeiter, weil die zwei Linken einem Neonazi auflauerten. Die Auseinandersetzung eskalierte.

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Eigentlich hatten die beiden Angeklagten angekündigt, nur zu Beginn des Prozesses eine Erklärung abzugeben und ansonsten zu schweigen. Doch am zweiten Verhandlungstag beugt sich Konrad E. zum Mikrofon, schaut einen Polizisten im Gerichtssaal an, lächelt und sagt: "Danke, dass Sie uns das Leben gerettet haben." An einem Aprilabend 2024, kurz vor Sonnenuntergang, hatte dieser Polizist Konrad E. und Kolja B. aufgefunden, zusammengebrochen auf einer Brücke im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. E. und B. bluteten aus tiefen Stichverletzungen, wirkten "extrem geschwächt", wie der Beamte vor Gericht als Zeuge aussagt. Er und sein Kollege legten Aderpressen an, um die Blutungen zu stoppen. Womöglich retteten sie den jungen Männern damit das Leben: Wäre es schon dunkel gewesen, sagt der Polizist, man hätte die beiden wohl nicht mehr rechtzeitig gefunden.