|
30.12.2025
13:55 Uhr
|
Trump hat eine US-Attacke auf ein Hafenareal in Venezuela bestätigt. Wann muss man von einem Krieg sprechen? Der Historiker Alan McPherson analysiert die Motive.

Trumps Regierung lässt Drogenboote bombardieren, entert Öltanker und erklärt Venezuelas Präsident Nicolás Maduro zum Drogenboss. Ist das ein Krieg in der Karibik? Alan McPherson ist Historiker. Er hat sich so intensiv wie kaum ein anderer mit den US-Militäreingriffen in der Region beschäftigt. McPherson sagt: Um Öl geht es dabei kaum. Nachdem Trump nun eine Attacke auf ein Hafengebiet in Venezuela bestätigt hat, zeigen wir das Interview noch einmal. DIE ZEIT: Herr McPherson, die USA haben eine Marinestreitmacht vor der Küste Venezuelas zusammengezogen. Ein großer Angriff blieb bisher zwar aus. Aber die Navy bombardierte angebliche Drogenboote, inzwischen hat sie einen Öltanker beschlagnahmt. Warum greift die größte Militärmacht der Welt gegen das schwächere Venezuela zu Guerillataktiken?